E-Drum

Das E-Drum – elektronischer Ersatz für das akustische Schlagzeug

E-Drums sind seit etwa Mitte der 80er Jahre im Einsatz, um das klassische Schlagzeug zu ersetzen. Die Entwicklung des E-Drum vollzog sich in drei Schritten. Zunächst wurden die Klänge durch so genannte Rauschgeneratoren erzeugt. Hier wurden einfach die Grundfrequenz des Rauschens so verändert, dass gewünschte Klänge entstanden. Mit dem Anwachsen der Möglichkeiten durch die Digitalisierung ging man auf Samples über. Samples sind hier instrumententypische, digitale Originalaufnahmen, die mit Hilfe von Computertechnik verändert und angepasst werden können. Im letzten Schritt gelang es, Klänge digital zu berechnen. Hierbei dienen die definierten akustischen Eigenschaften als Berechnungsgrundlage; Samples werden so nicht mehr benötigt.

Beim E-Drum erzeugen Pads die Klänge

Die Aufgaben der einzelnen Teile des akustischen Schlagzeugs übernehmen beim E-Drum so genannte Pads. man unterscheidet hier zwischen Drum- und Cymbal-Pads, was Trommeln und Becken entspricht. Die häufigste Zusammenstellung eines E-Drum Sets besteht aus fünf Drum-Pads, für die große Trommel, kleine Trommel und drei Toms, und 3 Cymbal-Pads, für Hihat, Crash- und Ride-Becken. Die Einwirkung auf die Oberfläche der Pads wird über einen Piezoabnehmer an einen Tigger weitergeleitet. Dabei handelt es sich um eine Schaltung, die auf den Schlag mit den Drum-Sticks mit der Auslösung eines entsprechenden Klangs reagiert. Allgemein konnten E-Drums das akustische Schlagzeug nicht in dem Maße ersetzen, wie es in der U-Musik der E-Gitarre oder dem E-Bass gelang. Im Jazz-Bereich sind E-Drums kaum zu finden, da sie den dort beliebten Jazzbesen nur sehr bedingt wiedergeben können. Dennoch haben sich auch anerkannte Schlagzeuger wie Phil Collins und allen voran Bill Bruford von Yes diesem Instrument geöffnet. Im deutschsprachigen Raum ist sicher Herwig Mitteregger der profilierteste Schlagzeuger am E-Drum. Für den Einsatz in der Hobbymusik eignet sich das E-Drum besonders, da es im Gegensatz zum akustischen Schlagzeug keinen sehr großen Platzbedarf hat. Hier werden sogenannte All-In-One E-Drums angeboten, die in einem flachen Gehäuse alle Pads vereinen, und eine Grundfläche von etwa 50 cm bis 60 cm mal 30 cm  bis 40 cm haben.

All-In-One E-Drums sind sehr günstig

Ein E-Drum ist im Vergleich zu einem akustischen Schlagzeug sicher etwas günstiger. All-In-One E-Drums gibt es ab 100 €, höherwertige zwischen 300 € und 700 €. Einfache E-Drums, die wie ein akustisches Schlagzeug aufgebaut sind, fangen bei 300 € an. Zwischen 1.000 € und 2.000 € und natürlich auch darüber gibt es professionellere Instrumente.